GEMEINSAM AN DER SEITE DER MENSCHEN IN DER DIASPORA
Der Austausch zwischen den Franziskanerinnen des Konvents Haus Damiano in Kiel und dem Bonifatiuswerk ist ein lebendiges Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit in der Unterstützung der Menschen in der Diaspora. An diesem Freitag besuchten Oberin Schwester Maria Magdalena Jardin OSF und Schwester M. Sunita das Bonifatiushaus in Paderborn. Im Gespräch mit Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen und Bonifatiuswerk-Geschäftsführer Ingo Imenkämper ging es um die langjährige Partnerschaft und die Zukunftsperspektiven für die Arbeit in der Diaspora.
“Wir sind dem Bonifatiuswerk sehr dankbar und fühlen uns tief verbunden. Diese Verbundenheit geben wir an die Menschen vor Ort weiter”, betonte Schwester Maria Magdalena. Die Schwestern setzen ihre Projekte mit dem Ziel um, den Menschen in ihrer Umgebung Hoffnung zu schenken und sie in ihrem Glauben zu stärken. Ein besonderer Fokus liegt auf der Taufe von Erwachsenen. Im vergangenen Jahr gab es insgesamt 23 Erwachsenentaufen. Bereits in diesem Jahr konnten sieben Erwachsene getauft werden. "Diese Menschen, die das gleiche Bedürfnis verspüren, sollen sich als Gemeinschaft erfahren und sich gegenseitig auf diesem Weg der Taufe stärken", sagte die Oberin und ergänzte: "Als Christen müssen wir uns mit unserer Botschaft nicht verstecken, sondern dürfen gerne laut werden."
Ein weiterer wichtiger Ort der Begegnung in Kiel ist das "Café unterm Kirchturm" mit integriertem Paketshop, das 2019 mit dem Bonifatiuspreis ausgezeichnet wurde. Hier gehe es nicht nur darum, ein Paket abzugeben, sondern um einen Raum zu schaffen, in dem die Schwestern als Teil der Gemeinde mit den Menschen aus dem Stadtteil in Kontakt treten. "In unserer heutigen Zeit ist es besonders wichtig, dass wir als Gemeinschaft zusammenkommen und den Menschen das Gefühl geben, dass sie nicht alleine sind", verdeutlichte Schwester Maria Magdalena.
Darüber hinaus erweitert das Haus Damiano sein Angebot, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. "Voll der Renner" soll ein neues Projekt von Schwester M. Sunita werden, das speziell Frauen anspricht. Samstags soll eine Laufgruppe organisiert werden. "Die Teilnehmerinnen können dabei nicht nur ihre Fitness verbessern, sondern auch spirituelle Impulse erfahren, wie etwa Baummeditationen oder Impulse zwischen Himmel und Erde", erklärte die Ordensschwester, die bereits seit drei Jahren Entspannungskurse anbietet. Die Kurse umfassen autogenes Training, Chi Gong und Atemübungen und erfreuten sich immer größerer Beliebtheit.
Genau diese sinnlichen Momente, seien genau das, was die Menschen gerade bräuchten, so beobachtet Schwester Maria Magdalena ihre Umgebung. Es gehe darum, "die Sinne zu gebrauchen, auch wenn es um Glaube, Hoffnung und eine Lebensperspektive geht."
Für Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen war der Besuch der beiden Ordensschwestern ein ermutigendes Zeichen der Zusammenarbeit im Dienst an den Menschen. "Der direkte Austausch mit unseren Partnern vor Ort ist entscheidend, um gemeinsam neue Wege zu finden und als verlässliche Ansprechpartner in der Diaspora wahrgenommen zu werden. Die Schwestern sind mit ihren verschiedenen Angeboten ein wertvoller Halt für die Menschen in Kiel und Umgebung. Ihre Arbeit trägt dazu bei, Gemeinschaft zu stärken und den Menschen Hoffnung zu geben. Es ist uns ein Anliegen, diesen wichtigen Gestaltungsprozess zu begleiten und zu unterstützen."
(thmei)