EIN JAHR, DAS PRÄGT

Bonifatiuswerk bietet Incomer-Stelle für junge Menschen aus Nordeuropa und dem Baltikum an

Die Meinung von Antonia Tervaportti (Mitte) ist den Kollegen aus dem Bereich Missionarische und diakonische Pastoral während ihrer regelmäßigen Konferenzen wichtig. (Foto: Theresa Meier)
Die Meinung von Antonia Tervaportti (Mitte) ist den Kollegen aus dem Bereich Missionarische und diakonische Pastoral während ihrer regelmäßigen Konferenzen wichtig. (Foto: Theresa Meier)

27.05.2026

Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken bietet jungen Menschen insbesondere aus Nordeuropa und dem Baltikum die Chance auf ein ganz besonderes Jahr in Deutschland: Als Incomer (m/w/d) können sie ab September 2026 für ein Jahr erste berufliche Erfahrungen im Hilfswerk für den Glauben und die Solidarität in Paderborn sammeln. 
 

Zu Brückenbauern zwischen den Kulturen werden

Die Incomer-Stelle im Bonifatiuswerk ermöglicht jungen Erwachsenen ab 18 Jahren direkte Einblicke in ein international agierendes Hilfswerk. Sie lernen zudem Kirche, Kultur und Gesellschaft in Deutschland näher kennen. Die Stelle richtet sich in erster Linie an junge Menschen aus den ausländischen Fördergebieten des Bonifatiuswerkes, also Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Island, Lettland und Estland. Im Zentrum steht der interkulturelle Austausch – ebenso wie das gemeinsame Engagement für ein lebendiges Glaubensleben in Diaspora-Gebieten. 

"Wir freuen uns auch dieses Jahr wieder über die wertvollen Impulse, die der oder die neue Incomer/in mitbringen wird. Die jungen Menschen aus unseren Fördergebieten bereichern unsere Arbeit und sind echte Brückenbauer zwischen den Kulturen", sagt Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen. 

Während seines Dienstes unterstützt der Incomer vielfältige Bereiche im Hilfswerk: Er übernimmt Versandtätigkeiten, Rechercheaufträge, hilft bei Projektarbeiten oder Veranstaltungen und Aktionen wie der Diaspora-Aktionseröffnung oder der bundesweiten Nikolausaktion mit, die jedes Jahr in einer anderen deutschen Großstadt stattfindet. Um eine Unterkunft und Sprachkurse für den Incomer kümmert sich das Bonifatiuswerk. Außerdem erhält die Person eine umfassende Begleitung durch eine Mentorin im Hilfswerk.


Wichtige Erfahrungen für weiteren Lebensweg sammeln

Mit Antonia Tervaportti hat das Bonifatiuswerk vergangenes Jahr seine erste Incomerin begrüßen können. Für die 21-Jährige aus Finnland war es ein großer Schritt, aus ihrer Heimatstadt Helsinki nach Paderborn zu kommen: "Ich habe zuvor noch nie alleine gelebt, geschweige denn in einem fremden Land, daher kam es mir fast so vor, als würde ich ins kalte Wasser springen." Sie ist dankbar für die Erfahrungen, die sie bisher in dem Hilfswerk sammeln konnte, und für die Unterstützung durch die Kollegen: "Ich habe es sehr geschätzt, dass die Leute hier so nett waren und mir geholfen haben, mich an die Umgebung zu gewöhnen – das hat diese ganze Erfahrung so viel schöner gemacht." Denn natürlich war zu Anfang nicht nur die Arbeit ganz neu für sie: "Ich glaube, der größte Unterschied, den ich erlebt habe, ist die Tatsache, dass sonntags alles geschlossen ist – was in Helsinki ganz und gar nicht der Fall ist. Außerdem wird hier noch viel häufiger mit Bargeld bezahlt als in Finnland." Sie ist mit dem Ziel nach Deutschland gekommen, neue Lebensperspektiven und Ideen für die Zukunft zu gewinnen. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich studieren möchte, aber ich weiß noch nicht hundertprozentig, was ich studieren will. Zum Glück bleibt mir aber noch Zeit", sagt Tervaportti mit einem Augenzwinkern.
 

Jetzt bewerben und Teil einer starken Gemeinschaft werden!

Interessierte junge Menschen im Alter von 18 bis 27 Jahren aus Nordeuropa oder dem Baltikum können sich ab sofort für das Incomer-Jahr 2026/27 beim Bonifatiuswerk in Paderborn bewerben. 

(thmei)

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Eva Berlage

Referentin
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Eva.Berlage@bonifatiuswerk.de