Die Zisterziensermönche in Brandenburg sind den nächsten Schritt für ihre künftige Heimat gegangen: Vor kurzem fand im Neuzeller Ortsteil Treppeln (Bistum Görlitz) das Richtfest für ein neues, temporäres Kloster statt. Der dortige Bernhardshof soll für 5,6 Millionen Euro zu einem Kloster auf Zeit für bis zu 14 Mönche werden. Bislang wohnen die Zisterzienser aus dem österreichischen Stift Heiligenkreuz auf dem historischen Klostergelände in Neuzelle. Doch der Platz, den die Gemeinschaft dort als Unterkunft nutzen kann, reicht den eigenen Angaben zufolge nicht mehr aus.
Daher sollen im früheren Wohnhaus des Bernhardshofs Büroräume sowie einige Gästezimmer entstehen. In einer alten Scheune ist zudem eine Kapelle geplant und aus einem alten Stallgebäude sollen eine Küche und ein angeschlossener Speisesaal werden. Beim Richtfest wurde das bereits stehende Erdgeschoss und die zukünftige Glocke gesegnet. In das durch Spenden finanzierte Übergangs-Kloster wollen die Mönche zu Pfingsten 2027 einziehen. Perspektivisch ist ein komplett neuer Kloster-Komplex in der Nähe des Bernhardshofs geplant. Für dieses Projekt hat das Bonifatiuswerk eine Förderung von derzeit 150.000 Euro zugesagt.
Im Osten Brandenburgs leben nach 200 Jahren Unterbrechung seit 2017 wieder Mönche. Auf Initiative des katholischen Görlitzer Bischofs Wolfgang Ipolt siedelten sie sich auf dem Gelände des alten Barockklosters Neuzelle an. Ein Jahr später folgte die offizielle Gründung des Priorats Neuzelle. So wurde dem imposanten Kloster aus dem 13. Jahrhundert, das 1817 säkularisiert und in ein preußisch-staatliches Stift überführt wurde und heute eine staatliche Stiftung ist, wieder neues geistliches Leben eingehaucht.
(KNA/SAH)

