Nach 25 Wochen Bauzeit ist die Innenrenovierung der Kirche St. Franziskus von Assisi in Sömmerda (Thüringen/Bistum Erfurt) abgeschlossen. Beim Patronatsfest feierte die Gemeinde jetzt den ersten Gottesdienst im erneuerten Gotteshaus. Das Bonifatiuswerk hat die Renovierung mit 25.000 Euro gefördert.
Am Morgen waren die Kirchentüren noch verschlossen. Draußen auf dem Vorplatz warteten die Gläubigen gespannt auf den Moment, in dem sie ihre Kirche wieder betreten durften. Dann öffneten sich die Türen: Unter Orgelklängen zog die Gemeinde in das frisch renovierte Gotteshaus ein. Viele Gesichter verrieten Freude und Dankbarkeit.
Hauptzelebrant Generalvikar Dominik Trost aus Erfurt begrüßte die Gemeinde. In seiner Predigt nahm er den heiligen Franziskus in den Blick und schlug eine Brücke zur Gegenwart: Wie Franziskus die Kirche erneuern wollte, so sei auch heute jede und jeder gefragt, das Leben der Kirche mitzugestalten.
Im sanierten Kirchenbau fallen die malerische Gestaltung, die neue Tontechnik und die Beleuchtung besonders ins Auge. Doch vieles wird sich wohl erst nach und nach entdecken lassen. „Die Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen“, schreibt Gemeindemitglied Peter Klose, der die Renovierung gespannt verfolgt hatte. Das Bautagebuch habe bereits Einblicke gegeben – die feierliche „Übergabe“ des Gotteshauses an die Gemeinde habe dem Ganzen schließlich das I-Tüpfelchen aufgesetzt.
Ein Grußwort von Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, wurde im Gottesdienst verlesen. Darin würdigte er die Arbeit der Gemeinde und erinnerte an den Auftrag, der den heiligen Franziskus geprägt habe: „Franziskus, geh hin und stelle mein Haus wieder her.“ Zunächst habe Franziskus diesen Auftrag wörtlich verstanden. Später sei ihm deutlich geworden, dass Christus die Erneuerung der ganzen Kirche meinte – getragen von der Kraft des Evangeliums.
Das Bonifatiuswerk sehe in der Förderung von 25.000 Euro mehr als einen finanziellen Beitrag: Sie sei „ein Zeichen der Verbundenheit der Katholiken in unserem Land mit den Glaubensgeschwistern in der Diaspora“. Die erneuerten Wände seien ein sichtbares Zeichen, schrieb Austen. „Die Gemeinde, die sich heute in ihnen versammelt, ist das eigentliche Geschenk.“
Am Ende des Gottesdienstes sprach Diakon Knauft den Handwerkern, den Ehrenamtlichen und allen weiteren Beteiligten seinen Dank aus. Gefeiert wurde anschließend weiter: Beim Franz-Mahl im Pfarrzentrum klang das Patronatsfest bis in den Nachmittag aus. Peter Klose fasste die Stimmung in einem Wunsch zusammen: Das Gotteshaus möge in neuem Glanz weiterhin „zum Lobe und zur Ehre Gottes“ unter dem Patronat des heiligen Franziskus stehen.
(SAH)

