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Leitwort für Katholikentag in Paderborn steht fest: „Ich bin da“

Paderborn freut sich auf den 105. Katholikentag. Foto: Deutscher Katholikentag

Paderborn freut sich auf den 105. Katholikentag. Foto: Deutscher Katholikentag

„Ich bin da“ lautet das Leitwort des 105. Deutschen Katholikentags, der vom 24. bis 28. Mai 2028 in Paderborn stattfindet. Der Hauptausschuss des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) stimmte dem Vorschlag der Katholikentagsleitung am heutigen Freitag in Berlin einstimmig zu. Das ZdK als Veranstalter des Katholikentags und das gastgebende Erzbistum Paderborn steigen damit in die nächste Phase der Vorbereitung ein.

„Ich bin da! Das ist die große Zusage Gottes an Mose am Berg Horeb (Exodus 3,14). Ich bin da! Das gilt auch uns – hier und heute. Der Katholikentag in Paderborn setzt mit diesem Leitwort auf Gottvertrauen in schwierigen Zeiten“, sagt ZdK-Präsidentin Dr. Irme Stetter-Karp. „Er setzt zugleich auf Präsenz mitten unter den Menschen. Ich bin da! Das kann jede und jeder Einzelne sagen. Das sagt aber auch die Kirche von sich – mit diesem Katholikentag, mitten in einer Welt voller Herausforderungen und Veränderungen.“

Die ZdK-Präsidentin, zugleich Vorsitzende der Katholikentagsleitung, sieht in der Exodus-Stelle „eine Quelle der Zuversicht für alle Menschen – über Zeiten und Orte, über Nationen und Religionen hinweg. Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs verbindet sich eng mit Mose – und gibt ihm eine Aufgabe, die schwierig zu bewältigen ist.  Er soll die Israeliten aus der Sklaverei befreien. Davor hat Mose Angst. Er glaubt nicht, dass seine Fähigkeiten dazu ausreichen. Aber Gott lässt nicht locker. Und so nimmt Mose seine Aufgabe an. Das ist eine Botschaft, die durch alle Zeiten bis zu uns trägt“, sagt Stetter-Karp. „Nehmen wir die Aufgabe an, in Kirche, Politik und Gesellschaft eine befreiende Kraft zu sein. Nehmen wir die Aufgabe an, für Verständigung und Krisenbewältigung zu sorgen, so gut wir es können. Ich bin da: Das sagt Gott auch zu uns. Überall. Und mitten in Paderborn.“

Der Erzbischof von Paderborn, Dr. Udo Markus Bentz, betont: „Ein starkes Leitwort, wie ich finde. Kein moralischer Appell, auch keine rhetorische Frage. Die Überschrift über dieses Fest des Glaubens wird eine Zusage und eine Verheißung sein: Gott ist da – er ist präsent. Er wirkt inmitten der Welt – und zwar heute. Das Erzbistum Paderborn will ein engagierter Gastgeber sein und  gute Räume, Formate und Gelegenheiten bieten, sich dieser Gegenwart Gottes zu vergewissern. Gottes Zusage ‚Ich bin da!‘ ist und bleibt eine kraftvolle Ressource für das persönliche und das gemeinsam-gesellschaftliche Leben und ist zugleich eine Sendung: ‚Sag den Israeliten…‘, so hört Mose den Auftrag am Dornbusch. Gottes Gegenwart erfahren, heißt dann auch: als Christen in der Gegenwart Gottes leben und sie mitten in der Welt bezeugen. Auch dazu will der Katholikentag 2028 in Paderborn inspirieren.“

Auch im Bonifatiushaus sieht man dem Großereignis mit Freude entgegen. Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen erneuerte sein Versprechen, das er zum Ende des 104. Katholikentag in Würzburg gegeben hatte: Bei der 105. Auflage werde das Hilfswerk in Paderborn nicht nur räumlich mitten drin, sondern im Rahmen seiner Möglichkeiten auch inhaltlich voll dabei sein. So sollen 2028 unter anderem die Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Programm SPIRIT EXPO|SURE vorgestellt und weiterdiskutiert werden.Bei SPIRIT EXPO|SURE werden 28 Teilnehmende aus Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum zu 14 Tandems zusammengebracht. Jeweils zwei Person aus Deutschland und zwei Personen aus einem nordeuropäischen oder baltischen Land besuchen sich gegenseitig und lernen so die Lebens- und Glaubenswelt des anderen unmittelbar kennen. Im Mittelpunkt stehen persönliche Begegnungen statt bloßer Einblicke aus der Ferne: Rund eine Woche verbringen die Tandempartner jeweils am anderen Ort und erleben kirchliches Leben, pastorale Praxis und den Alltag vor Ort aus nächster Nähe. 

(Deutschen Katholikentag/SAH)