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Neue Personalstelle schafft "Ökumenisches Zentrum an der Moritzkirche in Halle"

Antja Löhr-Dittrich übernimmt neue Aufgabe – Bonifatiuswerk unterstützt Entwicklung der Moritzkirche zum lebendigen Kunst-, Kultur- und Glaubensort

Kulturwissenschaftlerin Antje Löhr-Dittrich, die die Personalstelle „Ökumenisches Zentrum Moritzkirche Halle (Saale)“ besetzt, wurde von Julian Heese (Bereichsleiter Missionarisch-diakonische Pastoral beim Bonifatiuswerk) begrüßt. Foto: Hartmut Salzmann

Kulturwissenschaftlerin Antje Löhr-Dittrich, die die Personalstelle „Ökumenisches Zentrum Moritzkirche Halle (Saale)“ besetzt, wurde von Julian Heese (Bereichsleiter Missionarisch-diakonische Pastoral beim Bonifatiuswerk) begrüßt. Foto: Hartmut Salzmann

Die Moritzkirche in Halle (Saale) soll noch stärker zu einem offenen Ort für Glauben, Kultur und gesellschaftliche Begegnung werden. Eine neue Personalstelle, die das Bonifatiuswerk unterstützt, soll dafür künftig wichtige Impulse setzen. Antja Löhr-Dittrich hat die Aufgabe übernommen und war am Dienstag zu ihrem Antrittsbesuch beim Bonifatiuswerk. Begleitet wurde sie dabei von Julian Heese (Bereichsleiter Missionarisch-diakonische Pastoral beim Bonifatiuswerk). 

Die Moritzkirche, deren Errichtung 1388 begann, ist das älteste durchgängig genutzte Gotteshaus der Stadt und zählt kunsthistorisch zu den bedeutendsten spätgotischen Bauwerken Deutschlands. Moritz hat sich längst zu einem Ort entwickelt, an dem sich Spiritualität, Kunst und gesellschaftlicher Austausch begegnen. Dass das auch so bleibt, wurde bis 2025 durch die Katholische Akademie des Bistums Magdeburg mit ihrem Projekt “Offene Kirche St. Moritz” sichergestellt. Nach Weggang der Akademie musste die Pfarrei St. Mauritius und St. Elisabeth die geistlichen und kulturellen Angebote an der Moritzkirche in eigener Verantwortung fortführen – eine Aufgabe, die ohne zusätzliche personelle und finanzielle Unterstützung nicht zu leisten wäre. Die neue Personalstelle schließt diese Lücke.

Mit dem Projekt “Ökumenisches Zentrum Moritzkirche Halle (Saale)” soll diese besondere Rolle der Moritzkirche weiterentwickelt werden. Kulturwissenschaftlerin Antja Löhr-Dittrich übernimmt dabei eine zentrale Funktion. Geplant sind unter anderem Ausstellungen mit Begleitprogramm, Kirchenführungen, Lesungen und Vorträge, Meditationen sowie Formate wie ein “Moonlight Prayer”, ein Bibelmahl oder eine “Nacht der spirituellen Lieder”. Auch ein monatliches Kulturforum und regelmäßige Kirchenöffnertage gehören zum Konzept. Einen besonderen Schwerpunkt bildet zudem die ökumenische Zusammenarbeit – unter anderem mit der evangelischen Marktkirchengemeinde.

“Die Moritzkirche hat eine enorme Ausstrahlung. Sie ist Kunst- und Kulturkirche und ein wichtiger Ort des Gebets”, sagt Antja Löhr-Dittrich. Die neue Stelle soll daher ein Netzwerk mit Einrichtungen wie dem Elisabethkrankenhaus, der Caritas, dem Bibelzentrum und der Kunststiftung Moritzburg aufbauen und bestehende Kontakte zu überregionalen Partnern vertiefen. Ziel ist es, die Moritzkirche langfristig als “Ökumenisches Zentrum Moritzkirche” zu etablieren.

Für das Bonifatiuswerk ist die Förderung der Personalstelle ein Beitrag dazu, einen besonderen kirchlichen Ort in der Diaspora zukunftsfähig zu machen. Denn wo kirchliche Strukturen kleiner werden, braucht es neue Ideen, engagierte Menschen und Orte, an denen Glaube sichtbar und erfahrbar bleibt. Mit Antja Löhr-Dittrich erhält dieses Anliegen nun ein Gesicht und eine Ansprechpartnerin. Ihr Antrittsbesuch beim Bonifatiuswerk markiert damit auch den Start einer Zusammenarbeit, die weit über die Organisation einzelner Veranstaltungen hinausgeht: Es geht um die Zukunft eines traditionsreichen Ortes mitten in Halle.

(sah)

Die Moritzkirche in Halle

Die Moritzkirche in Halle (Saale). Foto: Antje Löhr-Dittrich

Die Moritzkirche in Halle (Saale). Foto: Antje Löhr-Dittrich

Die Moritzkirche in Halle (Saale). Foto: Antje Löhr-Dittrich

Die Moritzkirche in Halle (Saale). Foto: Antje Löhr-Dittrich