Mit dem Reisesegen durch Pfarrer Georg Kerstin ist die diesjährige Priesterreise des Bonifatiuswerkes von Hamburg nach Schweden gestartet. Bis Donnerstag sind die Teilnehmer gemeinsam mit Ulrich Franke, Bereichsleiter des Bonifatius Stiftungszentrum, unterwegs, um katholisches Leben in dem überwiegend protestantisch geprägten Land kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Die ersten Stationen führten die elfköpfige Reisegruppe nach Lund und Vadstena. Im Dominikanerinnenkloster Rögle, im Karmelitinnenkloster Rydebäck und im Birgittenkloster Vadstena erhielten die Teilnehmer Einblicke in unterschiedliche Formen klösterlichen Lebens. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Begegnungen mit den Ordensgemeinschaften und der Frage, wie katholischer Glaube in Schweden heute gelebt und weitergegeben wird.
Am Sonntag standen in Vadstena die heilige Birgitta und ihre Bedeutung für die katholische Kirche Schwedens im Mittelpunkt. Nach der Feier der heiligen Messe besuchte die Gruppe die Klosterkirche mit dem Reliquienschrein der heiligen Birgitta und nahm am Abendgebet der Schwestern teil.
In den kommenden Tagen führt die Reise weiter über Linköping nach Stockholm und Uppsala. Dort stehen unter anderem Begegnungen mit katholischen Gemeinden, dem Newman-Institut und jungen Menschen, die sich im Rahmen des Bonifatiuswerk-Freiwilligenprogramms „Praktikum im Norden“ engagieren, auf dem Programm. Auch die chaldäische Gemeinde in Södertälje wird die Gruppe kennenlernen.
Die Priesterreise verbindet geistliche Impulse, kulturelle Eindrücke und vor allem persönliche Begegnungen. Sie macht sichtbar, wie vielfältig katholisches Leben in der schwedischen Diaspora ist – und wie wichtig Orte und Menschen sind, die den Glauben auch unter besonderen Bedingungen lebendig halten.
(SAH)

