IN VERTRAUENSVOLLER UMGEBUNG DEN LETZEN WEG GEHEN

Warum ein "Raum der Stille" für sterbende Menschen im Hospiz so wichtig ist

Hoffnung und Zuversicht spenden - ein wichtiger Bestandteil in der Seelsorgearbeit im neuen Caritas-Hospiz "Mutter Teresa" in Heilbad Heiligenstadt. Im August 2024 soll die Einrichtung eröffnet werden. (Foto: Bonifatiuswerk)
Hoffnung und Zuversicht spenden - ein wichtiger Bestandteil in der Seelsorgearbeit im neuen Caritas-Hospiz "Mutter Teresa" in Heilbad Heiligenstadt. Im August 2024 soll die Einrichtung eröffnet werden. (Foto: Bonifatiuswerk)

Die Begleitung von schwer kranken und sterbenden Menschen bis zum Tod gehört seit jeher zu den wichtigsten Diensten des Christseins. In einem Hospiz finden Menschen, die in schweren Krankheitszeiten oder auf ihrem letzten Weg des irdischen Lebens begleitet werden, eine vorübergehende Herberge. Die seelsorgliche Begleitung hilft den Menschen, mit ihren Ängsten umzugehen und spendet Trost. Im neuen Caritas-Hospiz "Mutter Teresa" in Heilbad Heiligenstadt im Bistum Erfurt wird daher mit Hilfe des Bonifatiuswerkes ein Raum der Stille eingerichtet. Besinnungsprogramme, Gespräche, Veranstaltungen und das gemeinsame Gebet sollen helfen, das Erlebte zu verarbeiten.
 

Bauform symbolisiert liegende "8" als Form der Unendlichkeit

Das Caritashospiz Mutter Teresa wird in seiner Konzeption und Ausstattung auf die optimale Versorgung von Hospizgästen aller Altersgruppen ausgerichtet sein. Als überregionales Alleinstellungsmerkmal wird ein Hospizplatz speziell für schwerstkranke junge Erwachsene reserviert. Zudem sollen für viele regionale Akteure, Vereine und engagierte Gruppen rund um das Thema Hospiz Begegnungsräume geschaffen werden.

Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber wir wollen den Tagen, die unsere Gäste noch haben, mehr Leben geben“,

Monika Funk, Diözesan-Caritasdirektorin Bistum Erfurt

Diagnose "unheilbar krank" schockiert und macht Angst

Eine todbringende Krankheit macht den Menschen auf einmal schmerzlich bewusst, wie zerbrechlich das Leben ist. Nach vielen Behandlungen und langen Krankenhausaufenthalten treten sie den letzten Abschnitt ihres Lebens an. Hospize können auf diesem schwierigen Weg eine Hilfe sein, da sie eine medizinische und pflegerische Unterstützung im 24h-Rhythmus gewährleisten können, was im eigenen familiären Umfeld oft nicht möglich ist. Das Caritashospiz Mutter Teresa, das in Heilbad Heiligenstadt gebaut wird, soll Ende August eröffnet werden. Es bietet Platz für 13 Menschen, die bis zum Lebensende in Selbstbestimmung und Würde leben wollen. "Es ist ein schwerer Schritt, denn es ist die letzte Station im Leben", sagt Jeannette Krah, Referentin für Pflege und Hospiz des Caritasverbandes im Bistum Erfurt. "Wir können die Hände reichen und ein Angebot schaffen."

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Krankheit, Tod und Abschied finden im alltäglichen Leben keinen Platz

Es fehlt mitunter das Bewusstsein für diesen Teil des Lebens und für Pflegeeinrichtungen und Hospize. Dabei gibt es viele Menschen, die auf Pflege angewiesen sind. Ihren letzten Lebensabschnitt verbringen sie allerdings oft auf Palliativstationen oder Zuhause. Stationäre Hospize sind heute Teil eines ganzheitlichen Konzeptes der Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen, indem sich ambulante, teil- und stationäre Angebote ergänzen. In der Region Eichsfeld werden jährlich rund 700 Menschen von ambulanten Hospizdiensten und Palliativstationen betreut. Die Zahl der Personen, die auf den Wartelisten der stationären Hospize wie in Heilbad Heiligenstadt stehen, hat sich dadurch allerdings nicht reduziert. "Der Neubau des Caritashospizes ist ein wichtiger Schritt, um mehr Menschen in der Region Eichsfeld angemessen versorgen zu können", sagt Monika Funk deshalb.

Einblick in den Stand der Bauarbeiten

IHRE ANSPRECHPARTNERINNEN ZU DEN PROJEKTEN

Haben Sie Fragen, wie Sie einzelne Projekte unterstützen können? Nicole Dürdoth (links) und Katrin Keller sind Ihnen gerne behilflich.

Katrin Keller

Leitung Fundraising
05251 29 96-33
katrin.keller@bonifatiuswerk.de

Nicole Dürdoth

Referentin Kommunikation
05251 29 96-45
nicole.duerdoth@bonifatiuswerk.de