EIN ZUHAUSE, DAS HALT GIBT

Kinder- und Jugendhaus Martha

Betreuerin Shanice Brietz bietet Kreativangebote im Haus Martha an. (Foto: Hartmut Salzmann)
Betreuerin Shanice Brietz bietet Kreativangebote im Haus Martha an. (Foto: Hartmut Salzmann)

Mit 13 Jahren zog Nico zum ersten Mal in eine Einrichtung der Jugendhilfe. Seine Mutter war suchtkrank und konnte sich nicht ausreichend um ihn und seine Geschwister kümmern. “Das war schon hart”, erinnert er sich. Heute mit 20 hat Nico einen Ort, der ihm Stabilität, Struktur und Gemeinschaft bietet – ein echtes Zuhause auf Zeit. “Hier ist es ruhig. Hier kann ich entspannen”, sagt er über das Kinder- und Jugendhaus Martha in Berlin-Pankow.

Schutzraum für Kinder und Jugendliche 

Seit dem Frühjahr 2026 bietet der moderne Neubau Nico, anderen jungen Erwachsenen sowie 22 Kindern und Jugendlichen in denm modernen Neubau des Hauses Martha Platz und ein Zuhause. Hier leben junge Menschen im Alter von 5 bis 20 Jahren – jeder mit seiner eigenen Geschichte. Die Gründe für ihren Aufenthalt sind vielfältig: Vernachlässigung, psychische Belastungen oder Gewalt und Suchterkrankungen in der Familie. “Es gibt nicht den einen typischen Fall”, erklärt die pädagogische Bereichsleiterin Anja Meyer. Was alle verbindet: Sie brauchen Unterstützung, Sicherheit und die Chance auf einen neuen Anfang.

Leben wie in einer Familie

Das Haus ist in vier Wohngruppen organisiert – ähnlich wie Familien mit jeweils etwa sechs Kindern. Die jungen Erwachsenen leben gemeinsam in einer eigenen Wohngemeinschaft. Ein engagiertes Team von Pädagoginnen und Pädagogen ist rund um die Uhr vor Ort und sorgt für Stabilität und Verlässlichkeit. Für Nico bedeutet das vor allem eines: Gemeinschaft. „Wir machen viel zusammen – wir spielen, kochen einmal pro Woche oder reden einfach miteinander“, erzählt er. „Gerade wenn man traurig ist, ist es wichtig, Menschen zu haben, die zuhören.“ Zwischendurch hatte Nico noch einmal bei seiner Mutter gelebt. Doch er entschied sich bewusst für die Rückkehr ins Haus Martha. “Hier habe ich eine klare Tagesstruktur und kann meine Selbstständigkeit entwickeln”, sagt er. Und dennoch bleibt die Verbindung zu seiner Familie bestehen: Er hat täglich Kontakt zu seiner Mutter und trifft sie regelmäßig. "Meine Mutter und meine Geschwister sind meine echte Familie. Aber Haus Martha ist meine zweite Familie.“

Jetzt spenden und Zukunft verändern

Die jungen Menschen im Haus Martha haben viel erlebt – Zurückweisung, Unsicherheit, manchmal auch Gewalt.
Hier lernen sie Schritt für Schritt: Ich bin wertvoll. Ich kann vertrauen. Ich habe eine Zukunft.
Mit Ihrer Unterstützung schenken Sie mehr als Hilfe. Sie schenken Hoffnung.

Ihre Spende macht den Unterschied

Hier ensteht ein Gefühl von Zuhause

Das moderne Passivhaus strahlt mit seiner hellen, freundlichen Architektur Ruhe und Offenheit aus. Lichtdurchflutete Räume und natürliche Materialien schaffen eine angenehme Atmosphäre. Jeder Bewohner und jede Bewohnerin hat ein eigenes Zimmer – ein geschützter Rückzugsort. “Privatsphäre ist eine Grundvoraussetzung, damit Hilfen gelingen können”, betont Einrichtungsleiterin Christina Friese. Neben der Betreuung legt das Team großen Wert auf die Zusammenarbeit mit den Eltern. “Gute Elternarbeit ist eine echte Herausforderung”, sagt Christina Friese. “Wichtig ist, dass Eltern ihren Kindern erlauben, sich hier wohlzufühlen.” Denn langfristig geht es darum, Beziehungen zu stärken und Perspektiven für die Zukunft zu schaffen.

Eine zweite Chance

Alle Kinder und Jugendlichen, die im Haus Martha leben, tragen einen schweren „Rucksack“:
Erfahrungen von Zurückweisung, fehlender Geborgenheit und manchmal auch Gewalt. Hier bekommen sie die Chance, diesen Rucksack Stück für Stück zu erleichtern – mit Unterstützung, Vertrauen und einem sicheren Umfeld. Und so beginnt manchmal genau hier etwas ganz Neues: Ein Gefühl von Zuhause.
 

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Petra Ernst-Gutierrez

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