"DAS GRÖSSTE GESCHENK IST FRIEDEN"

Bonifatiuswerk gratuliert Udo Lindenberg zum 80. Geburtstag

Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen (links) und der Künstler Udo Lindenberg mit einem Miniatur-Glasbild des Kunstwerkes "Dach der Welt". Foto: privat
Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen (links) und der Künstler Udo Lindenberg mit einem Miniatur-Glasbild des Kunstwerkes "Dach der Welt". Foto: privat

12.05.2026

Wenn Udo Lindenberg über Frieden, Menschlichkeit und Zusammenhalt spricht, macht er das nie mit erhobenem Zeigefinger. Seine Botschaften kommen stattdessen mit Panikhut, Poesie und klarer Haltung daher – laut, nicht selten unbequem und zugleich menschlich und berührend. Seit Jahrzehnten setzt der Künstler und Sänger damit Zeichen gegen Gewalt, Hass und gesellschaftliche Spaltung. An diesem Sonntag wird er 80 Jahre alt – dazu gratuliert das Bonifatiuswerk dem langjährigen Wegbegleiter, dessen Botschaften aktueller sind denn je, ganz herzlich.

“Udo Lindenberg sagte vor Kurzem zu mir: ‚Ich brauche keine großen Geschenke.‘ Große Geschenke seien für ihn Frieden und Gerechtigkeit”, erzählt Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen, der mit Udo Lindenberg freundschaftlich verbunden ist. Genau dafür stehe Lindenberg seit Jahrzehnten – mit seiner Musik, seiner Kunst und seinem gesellschaftlichen Engagement.

Anlässlich des 80. Geburtstages des Panikrockers schenkt das Bonifatiuswerk dem Musiker ein gespraytes Bild des Künstlers Mika Springwald, das im Auftrag des Hilfswerks während eines Spray-Workshops mit Jugendlichen aus der in Berlin-Marzahn ansässigen Einrichtung Manege entstanden ist. Das Kunstwerk ist zugleich Motiv der Firmaktion 2026 des Bonifatiuswerkes. Zu sehen ist ein Bauarbeiter auf einer Baustelle – kein Hochglanzmotiv, sondern ein Mensch mitten im echten Leben, begleitet von einer Friedenstaube auf einem Verkehrsschild. Das Motiv steht für Hoffnung, Zusammenhalt und Menschlichkeit im Alltag. Monsignore Austen erklärt: “Frieden ist bei Udo Lindenberg nie nur eine Floskel für Sonntagsreden. Frieden ist für ihn Musik gegen das Marschieren. Menschlichkeit gegen Härte, Rassismus und Terror. Begegnungen statt Mauern, das ist, was bei ihm zählt.”

Die Verbindung zwischen dem Bonifatiuswerk und Udo Lindenberg besteht bereits seit vielen Jahren. So hängt das Kunstwerk “Dach der Welt” seit drei Jahren am Bonifatiushaus in Paderborn. Das Bild des Künstlers, auf der Grundlage des biblischen Gebots, gilt als eindrucksvolle Hommage an die Menschenrechte und ermutigt dazu, selbst Friedenszeichen zu setzen. Die Ausstellung “Udos 10 Gebote” wurde bereits mehrfach gemeinsam mit dem Bonifatiuswerk präsentiert, unter anderem in Paderborn, Münster und Erfurt. Mehr als 140.000 Besucher sahen Lindenbergs persönliche Interpretation der Gebote Gottes, die zugleich als künstlerisches Plädoyer für Frieden, Nächstenliebe und gesellschaftliche Verantwortung verstanden werden kann. Erlöse und Spenden der Ausstellungen kamen jeweils sozial-karitativen Projekten zugute. 

Für das Bonifatiuswerk gestaltete der Künstler auch einen besonderen Nikolaus mit Mitra und Gitarre – ein Symbol dafür, dass Musik Menschen verbindet und die guten Taten, die der heilige Nikolaus so selbstverständlich vollbracht hat. “Udo Lindenberg schafft es immer wieder zu inspirieren und uns zum Nachdenken, auch über die Inhalte des Glaubens, anzuregen, und ebenso in den Dialog mit unterschiedlichen Weltanschauungen zu treten”, würdigt Austen den Künstler. Udo Lindenberg ist für das Bonifatiuswerk bis heute eine Stimme gegen Hass, Ausgrenzung und Spaltung. Oder wie es Monsignore Georg Austen formuliert: “80 Jahre Udo Lindenberg bedeuten 80 Jahre Haltung, Menschlichkeit und Friedensbotschaften. Er ist nicht einfach älter geworden – er ist Kult geblieben.”

(thmei)