PRESSEMITTEILUNG VOM 14.06.2022:

Große Unterstützung in Krisenzeiten

Bilanz 2021: Bonifatiuswerk fördert Projekte in der Diaspora mit fast elf Millionen Euro

Mit 10,9 Millionen Euro hat das Bonifatiuswerk im Geschäftsjahr 2021 Christen in der deutschen, nordeuropäischen und baltischen Diaspora unterstützt. Mit dem Geld wurden 741 Projekte gefördert. „Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage ist das Spendenaufkommen stabil geblieben. Unsere Spenderinnen und Spender sind von Zuversicht getragen und helfen den Menschen in der Diaspora. Dafür sind wir außerordentlich dankbar“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichtes im Info-Zentrum Atriumkirche in Bremen.

Das Jahr 2021 sei auch für das katholische Hilfswerk erneut stark von der Corona-Pandemie geprägt gewesen, betonte der Generalsekretär. Veranstaltungen, Projekte und Gottesdienste konnten zum Teil nicht oder nur eingeschränkt durchgeführt oder gefeiert werden. Ziel sei es gewesen, die wichtige pastorale Arbeit in den Gemeinden noch gezielter zu unterstützen und auch digitale Initiativen ins Leben zu rufen. Während der Pandemie wurde die Seelsorge gefördert, um Gottesdienste möglich zu machen und den Kontakt zu den Menschen zu halten. Ein Beispiel ist die Osterinitiative „Das Leben siegt“. Dabei wurden Tipps geliefert, wie Fastenzeit und Osterfest unter Corona-Bedingungen begangen werden können. 

In den Diaspora-Gebieten Deutschlands, Nordeuropas sowie in Estland und Lettland wurden 63 Bauprojekte mit 2,7 Millionen Euro gefördert. 1,5 Millionen Euro flossen in 545 Projekte der Kinder- und Jugendhilfe. 110 Projekte im Bereich Glaubenshilfe wurden mit knapp 604.000 Euro unterstützt. 368.000 Euro aus der Verkehrshilfe investierte das katholische Hilfswerk in 23 BONI-Busse, die die Gemeindearbeit vor Ort erleichtern. Mehr als 500 dieser Fahrzeuge sind derzeit in den Fördergebieten des Werkes unterwegs. Auch BONI-Bikes oder -E-Roller gehören mittlerweile zum Angebot. In missionarische Initiativen und in die religiöse Bildungsarbeit flossen etwa 1,8 Millionen Euro, in die Projektbegleitung 407.000 Euro, in die Unterstützung der Seelsorge fast 150.000 Euro und in die zweckgebundene Förderung 1,3 Millionen Euro. Aus zweckgebundenen Mitteln des Diaspora-Kommissariats wurden 4,8 Millionen Euro an Projekte in Nordeuropa weitergeleitet.

Die Förderung der Projekte finanziert das Bonifatiuswerk, das in diesem Jahr erneut mit dem Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats ausgezeichnet wurde, durch Einnahmen aus Kollekten (2021: etwa 3,4 Millionen Euro), Spenden/Beiträgen/Vermächtnissen und Schenkungen (rund 8,5 Millionen Euro) sowie aus Mitteln des Diaspora-Kommissariats. Die Erstkommunionkinder spendeten 1,4 Millionen Euro, die Firmbewerber 594.000 Euro für Kinder- und Jugendhilfe-Projekte. Die bundesweite Diaspora-Kollekte erbrachte 1,3 Millionen Euro. „Mit fast 16,2 Millionen Euro ist unser Mittelaufkommen um gut 1,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Diese positive Veränderung entfällt im Wesentlichen auf den Anstieg der Kollekten, die um 21 Prozent gestiegen sind (+ 584.000 Euro). Sie liegen pandemiebedingt aber immer noch deutlich unter dem Niveau von 2019. Darüber hinaus haben sich die Erträge aus Erbschaften erhöht – um mehr als eine Million auf 3,7 Millionen Euro“, erklärte Bonifatiuswerk-Geschäftsführer Ingo Imenkämper. „Dass die Menschen uns über ihren Tod hinaus ihr Vermögen zur Verfügung stellen, ist ein hoher Vertrauensbeweis. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Heinz Paus, Präsident des Bonifatiuswerkes, ging auf die aktuelle Situation der Kirche ein. „In der gegenwärtigen schwierigen Situation unserer Kirche braucht es besonders Glaubenszeugen, die die Wurzeln des christlichen Glaubens lebendig erhalten und vorleben, sowie innovative Projekte, die wir als Hilfswerk für den Glauben gerne fördern“, sagte Heinz Paus, der in diesem Zusammenhang auf das bundesweite Programm „Räume des Glaubens eröffnen“ verwies, das seit 2019 mehr als 20 Projekte gefördert hat. Dadurch würden auf „sehr kreative Art und Weise neue Formen des Kircheseins“ ermöglicht. 

Weiterhin großer Beliebtheit erfreut sich das Programm „Praktikum im Norden“. Jährlich gehen mehr als 20 junge Menschen für einen längeren Zeitraum in eine katholische Gemeinde oder Einrichtung in Nordeuropa oder im Baltikum, um zu erleben, was es bedeutet in einer Minderheit seinen Glauben zu leben. „Im Mittelpunkt stehen die Begegnung und der Dialog der Menschen untereinander sowie der soziale Einsatz und die Förderung der Persönlichkeitsbildung“, sagte Monsignore Georg Austen, der betonte, dass es auch im Zeitalter der Digitalisierung möglich sei, die Inhalte des Glaubens zu verkünden: „Das Bonifatiuswerk stellt sich dieser Herausforderung und wird zu Pfingsten 2023 eine bundesweite Firm-App zur Firmvorbereitung anbieten. Sie soll weder eine reine Spiele-App noch ein Firmkurs im Sinne eines Buches sein, sondern die Firmvorbereitung vor Ort unterstützen.“

Als einen Höhepunkt in diesem Jahr bezeichnete der Generalsekretär die #PeaceBell-Ausstellung mit Michael Patrick Kelly vom 23. bis 31. Juli in Paderborn und das internationale Friedensgebet unter dem Leitwort „#PeaceOnEarth“, das am 27. Juli um 18.30 Uhr im Hohen Dom zu Paderborn mit Michael Patrick Kelly, der palästinensisch-israelischen Friedensaktivistin Nabila Espanioly und dem Apostolischen Exarchen für katholische Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland und Skandinavien, Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh, gestaltet wird.

Downloadlink: Den Jahresbericht 2021 finden Sie auf der Internetseite des Bonifatiuswerkes unter: https://www.bonifatiuswerk.de/de/download/

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BILDMATERIAL ZUR PRESSEMITTEILUNG

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Generalsekretär Monsignore Georg Austen (Dritter von rechts) und Geschäftsführer Ingo Imenkämper (rechts) präsentieren das „Diaspora-Jahrheft“, den Finanzbericht 2021 des Bonifatiuswerkes, gemeinsam mit (von links) Nina Lubberich, Pastorale Koordinatorin (Propsteigemeinde St. Johann Bremen), Domkapitular Dr. Martin Schomaker, Schwester Oberin Olga Maria Zajac (Birgittinen-Kloster Bremen), Propst Dr. Bernhard Stecker, Schwester Elsa (Birgittinen-Kloster Bremen) und Nathalie Jelen, Projektleiterin „durchkreuzer“ (Bistum Osnabrück). Im Hintergrund ist der „durchkreuzer“, eine mobile Kirche, zu sehen, der im Bistum Osnabrück an Orte fahren soll, wo Kirche sonst nicht ist, zum Beispiel auf Festivals. Foto: Matthias Band1,57 MBDownload

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