BESUCHER FINDEN DEN INFOSTAND NAHE DER FRIEDENSBRÜCKE
13.05.2026
Mit eindringlichen Appellen zu mehr Zuversicht, demokratischem Engagement und gesellschaftlichem Zusammenhalt ist heute Abend in Würzburg der 104. Deutsche Katholikentag eröffnet worden. Auch das Bonifatiuswerk ist mit einem großen Infostand und vielen eigenen Aktionen vertreten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, warnten dabei vor Resignation, Hass und einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft.
"Wir müssen aufhören, uns selbst in die Ohnmacht und das Land in den Abgrund zu reden", sagte Steinmeier vor rund 9.000 Besuchern, die auf dem Residenzplatz dem Regen trotzten: "Viele haben das Gefühl, es ginge nichts mehr, die Zukunft könne notwendigerweise nur düster sein." Doch gerade Christen müssten gegen Hoffnungslosigkeit aufstehen: "Eine Welt ohne Hoffnung und ohne Zuversicht, das ist nicht unsere Welt." Stetter-Karp erklärte, Krieg, Armut und Ungerechtigkeit prägten viele Regionen der Welt. Zugleich nähmen auch in Deutschland Hass, Lügen und gesellschaftliche Spaltung zu. Dem setze der Katholikentag das Leitwort "Hab Mut, steh auf!" entgegen. Es solle die Menschen ermutigen, aktivieren und verändern.
Schon am Nachmittag hatte das Bonifatiuswerk-Team seinen Infostand fertig bestückt. Zu finden ist er auf der Kirchentags-Meile im Themenbereich Verbände nahe der Friedensbrücke am Stand FB-L-29. Von Donnerstag, 14., bis Samstag, 16. Mai, bietet das Hilfswerk dort ein facettenreiches Programm. Die Mitarbeitenden freuen sich darauf, über die Projektarbeit in den Diaspora-Regionen in Deutschland, in Nordeuropa und im Baltikum zu informieren. Außerdem stehen Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen sowie Projektpartner für Gespräche rund um Kirche, Glauben, Kirchenmitgliedschaft und Erwachsenentaufe zur Verfügung.
Gäste am Stand sind Schwester Philippa Rath, die am Freitag um 10.30 Uhr über ihre Arbeit mit Menschen spricht, die der Kirche den Rücken gekehrt haben, sowie der Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz. Gemeinsam mit Monsignore Austen diskutiert er am Samstag ab 10 Uhr die Frage, warum Kirche Geld kostet und welchen Beitrag sie für die Gesellschaft leistet. Anschließend um 11 Uhr informiert Pfarrer Dr. Nils Petrat über kirchenrechtliche Fragen im Umgang mit Ausgetretenen.
Als Beispiel seiner Projektarbeit stellt das Bonifatiuswerk die katholische Gemeinde auf den norwegischen Lofoten vor. Pfarrer Antonius Sohler berichtet an allen Tagen über das Leben in der extremen Diaspora und über eine Kirche, die trotz widriger Bedingungen wächst.
Neben den Gesprächsangeboten erwartet die Besucher auch ein kulturelles Programm. Die christliche Sängerin Judy Bailey ist am Donnerstag ab 16.30 Uhr zu hören, am Freitag sind die christlichen Influencer und Podcaster „Frengels & Chef“ zu Gast. Los geht es um 16.30 Uhr.
Ein besonderer Höhepunkt ist der Gottesdienst am Samstag um 14 Uhr im Kiliansdom unter dem Leitwort „Sei mutig und stark“. Hauptzelebrant ist Bischof Heinrich Timmerevers (Dresden-Meißen). Konzelebranten sind Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz (Paderborn), Erzbischof Herwig Gössl (Bamberg), Bischof Dr. Dominicus Meier OSB (Osnabrück) und Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Austen. Für die musikalische Gestaltung sorgt erneut Judy Bailey mit ihrer Band.
(sah/kna)