Hoffnung ist mehr als ein gutes Gefühl. Sie schenkt Orientierung, gibt Kraft und lässt Menschen auch in schwierigen Zeiten nach vorne blicken. Unter dem Titel „Mut zur Hoffnung! – Gedanken, Geschichten und Musik“ lädt das Bonifatiuswerk am Libori-Mittwoch, 29. Juli 2026, um 19 Uhr zu einem besonderen Benefizabend in die Paderborner Marktkirche ein. Die Besucher erwartet eine inspirierende Mischung aus persönlichen Gesprächen, bewegenden Impulsen und berührender Musik.
Zu Gast sind die Journalisten, Moderatoren und Autoren Stefan Gödde und Steffi Neu sowie der Musiker, Mitbegründer der „Söhne Mannheims“, Produzent und Leiter der Popakademie Baden-Württemberg Michael Herberger. Musikalisch gestaltet wird der Abend von Samuel Rösch, der 2018 „The Voice of Germany“ gewonnen hat. Gemeinsam sprechen sie darüber, was Menschen trägt, welche Rolle der Glaube in ihrem Leben spielt und warum Hoffnung gerade in einer Zeit voller Krisen und Unsicherheiten eine bewusste Entscheidung sein kann. Moderiert wird die Veranstaltung von Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen.
Spenden für den guten Zweck
Der Eintritt ist frei. Das Bonifatiuswerk bittet um Spenden zugunsten von zwei Projekten: Zum einen für die Renovierung der einzigen katholischen Kirche der Gemeinde Heilige Familie auf den norwegischen Lofoten. Zum anderen wird der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Paderborn-Höxter unterstützt. Der Dienst begleitet Familien mit schwerkranken und sterbenden Kindern und Jugendlichen.
Zurückgekommene Tickets sind derzeit noch kostenfrei verfügbar und können über die Internetseite des Bonifatiuswerkes bestellt werden. Pro Bestellung können maximal zwei Tickets gebucht werden. Die Marktkirche öffnet am Veranstaltungstag bereits um 18 Uhr ihre Türen. Der Zutritt ist ausschließlich mit gültigem Ticket möglich. Diejenigen, die kein Ticket mehr erhalten, können ab 19.00 Uhr den Livestream von domradio.de nutzen, der auch auf der Seite des Bonifatiuswerkes ausgespielt wird. Auch EWTN.TV überträgt die Veranstaltung in seinem Fernsehprogramm, allerdings zeitversetzt ab 19.30 Uhr.
Welche Gedanken die prominenten Teilnehmer des Abends mit dem Leitwort „Mut zur Hoffnung“ verbinden, verraten Stefan Gödde und Steffi Neu bereits im Vorfeld der Veranstaltung.
Stefan Gödde: „Den Mutigen gehört die Zukunft“
Angesichts der zahlreichen Krisen unserer Zeit könne Mut leicht verloren gehen, sagt Stefan Gödde. Gerade deshalb sei Hoffnung für ihn kein naiver Optimismus, sondern eine bewusste Haltung: „Ich bin fest davon überzeugt, dass den Mutigen die Zukunft gehört.“ Wer den Kopf in den Sand stecke, gestalte die Zukunft nicht mit.
Geprägt hätten ihn persönlich vor allem Begegnungen mit Menschen, die ihren Glauben trotz schwieriger Umstände leben. Besonders beeindruckt haben ihn auf seinen Reisen demnach die Franziskanerbrüder am Ölberg von Jerusalem und die Benediktiner auf dem Zionsberg: „Sie haben gerade mit großen Anfeindungen zu kämpfen, und doch bleiben sie ihrem Auftrag treu, die christliche Botschaft in der Heiligen Stadt zu verkünden. Das finde ich bewundernswert.“
Kraft und Hoffnung gibt Stefan Gödde vor allem eine Botschaft, die ihn immer wieder begleite: „‚Du kannst nicht tiefer fallen als in Gottes Hand.‘ Diesen Gedanken finde ich extrem stark. Denn er verspricht, dass wir niemals alleine sind. Selbst wenn alles aussichtslos und dunkel erscheint: Wir fallen niemals in ein Nichts. ‚Ich bin bei Euch alle Tage‘, sagt Jesus. Für mich ist das der größte Ansporn, mutig und hoffnungsvoll in die Zukunft zu gehen.“
Steffi Neu: „Hoffnung ist tiefer verwurzelt als Optimismus“
Für Steffi Neu bedeutet Hoffnung, sich auch in schwierigen Zeiten nicht von Pessimismus entmutigen zu lassen: „Sicherlich braucht es mitunter Mut, die Hoffnung nicht aufzugeben. Ich bin sehr gerne hoffnungsvoll. Das ist ein wunderbares Gefühl.“
Dabei unterscheidet sie Hoffnung klar von Optimismus. Während Optimismus häufig auf ein konkretes Ereignis oder einen bestimmten Moment gerichtet sei, verstehe sie Hoffnung als „ein längeres Gefühl, das tiefer verwurzelt ist. Hoffnung ist für mich zaghaft und auch bittend. Eben eine der drei christlichen Tugenden: Glaube, Liebe, Hoffnung.“
Dass Hoffnung Menschen verbinden und bewegen kann, erlebt sie unter anderem beim WDR 2-Weihnachtswunder, das 2024 in Paderborn stattgefunden hat. Dort werde spürbar, wie viel Kraft entstehe, wenn Menschen füreinander einstehen und gemeinsam Gutes tun.
Hoffnung weiterzugeben, beginne ihrer Überzeugung nach im Kleinen: „Ich glaube, dass wir in jeder Situation Hoffnungsträger sein können – durch ein nettes Wort, Gesten, ein Lächeln, durch das Miteinander.“ Es gehe darum, einander wahrzunehmen und wertzuschätzen. „Und das geht und gilt überall für mich.“ Dankbarkeit bilde dabei die Grundlage ihrer Hoffnung und zeige uns, dass Hoffnung begründet sei. „Mit einem Lächeln in den Himmel zu gucken und dankbar zu sein“ – das bedeutet Hoffnung für sie persönlich.
(thmei)

