Wie Kirche auch unter schwierigen Bedingungen nah bei den Menschen sein kann, erlebten jetzt die etwa 40 Teilnehmenden der Mitgliederfahrt des Diözesan-Bonifatiuswerkes Paderborn vom 8. bis 12. Juli nach Berlin. Unter der Leitung des Vorsitzenden Pastor Wolfgang Winkelmann aus Siegen und Matthias Micheel, Persönlicher Referent des Erzbischofs und Diözesansekretär, besuchte die Gruppe unter anderem die Fazenda Gut Neuhof (Hilfe für suchtkranke junge Männer), die katholische Gemeinde St. Josef in Köpenick sowie das Jugendprojekt “Manege” in Berlin-Marzahn. Persönliche Lebenszeugnisse, geistliche Impulse und Einblicke in die karitative Arbeit prägten die gesamte Reise.
Ein besonderer Programmpunkt war auch das Gespräch mit dem Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch und Berlins Senator für Finanzen und Kultur Bürgermeister Stefan Evers, der ursprünglich aus Paderborn stammt. Im Mittelpunkt standen die Bedeutung kirchlicher Präsenz in der säkularen Diaspora und das gesellschaftliche und politische Engagement der Kirche in der Hauptstadt und in Brandenburg. “Was für tiefe Begegnungen! Das hier ist für mich konkreter Liebesdienst unserer Kirche”, zog Eckart Hachmann aus Borchen eine positive Bilanz der Fahrt. Dechant Edgar Zoor aus Bad Wildungen zeigte sich ebenfalls bewegt: “Kirche ist gerade in der Diaspora gesellschaftlich und existenziell höchst wirksam und präsent.” Und Marion Reinstädler aus Bad Lippspringe erklärte im Sinn aller in der Gruppe: “Ich bin ungemein beeindruckt davon, was das Bonifatiuswerk für die Menschen hier tut. Obwohl in Marzahn nur 2 % katholisch sind, ist die Kirche eine wichtige Anlaufstelle.” Für Vorsitzenden Wolfgang Winkelmann steht daher fest: “Die Fahrt war ein absoluter Erfolg. Wir planen schon für 2028.”
(matthias micheel)






